Querbeet: Dinge, die man einfach nicht mehr macht & Christkind beim Arbeitsamt

Heute habe ich mal wieder meine ausgedruckten Texte durchblättert und bin auf ein paar gestoßen, die es wert sind, noch mal erwähnt zu werden.

a href…

Hier erzählt Martin Röll eine Geschichte über die Frage: Soll man bei einem Link ein neues Fenster öffnen lassen oder nicht? Die Frage ist sehr wichtig für alle, die sich mit dem Internet beschäftigen, denn es sollen ja möglichst viele Besucher auf die eigene Seite kommen und da ist es gut zu wissen, welche Variante besser ist. Meiner Meinung nach ist, die Variante, wo nichts festgelegt wird, die beste, denn sie entspricht dem Grundgedanke des Internets: Keine Eingriffe in die Grundfunktionen des Browsers! Er wird von dem Besucher bedient; nicht von der Webseite!

Dinge, die man einfach nicht mehr macht …

Dieses Essay handelt Ideen ab, die faktisch nichts bringen, trotzdem aber von Leuten gefordert werden, die eben kein Hintergrundwissen dazu haben, weil sie das Internet nicht so intensiv nutzen, wie diejenigen, die sowas umsetzen müssen. Leider tummeln sich, wie Gerrit van Aaken so trefflich feststellt, viele Untote im Netz.

Abgehandelte Ideen mit kurzer Zusammenfassung:

  • Splash-Pages: sogenannte Einstiegs-/Begrüßungsseiten
  • Flash Intros: das Multimedia-Gegenstück zum Splash-Page
  • Sitemaps: wer sowas braucht, sollte seine Ordnung überdenken
  • die “Seite empfehlen”-Funktion: Empfehlungen gibt man, wenn man von der Qualität überzeugt ist; nicht wenn es die Funktion gibt
  • Der Disclaimer: Wenn man verlinkt, dann tut man es, um andere auf diese Seite aufmerksam zu machen. Ein Disclaimer, wo man sich gegen die verlinkten Seiten distanziert, ist daher kompletter Unsinn. Und im berühmten Hamburger-Fall hat es dem Beklagten auch nicht geholfen…
  • Die Flashnavigation: Benutzbar für normale Besucher, aber von Barrierefreiheit für alle kann hier keine Rede sein. Besonders Suchmaschinen mögen sowas gar nicht…
  • Postkartenwebsites: Eine Webseite in ein starres Korsett zu zwängen ist deshalb out, weil es heutzutage zu viele Displaygrößen, die nicht alle beachtet werden können. Einfacher ist es keine fixen Größen anzugeben, denn dann kann der Browser die Webseite auf die Displaygröße anpassen, was viel effektiver funktioniert.
  • Das Kontaktformular: Das Formular ist umstritten, weil es zwar nützlich ist, wenn man gerade nicht auf sein E-Mail-Konto zugreifen kann, aber in den meisten Fällen gibt es einen guten Webmailer mit dem man über eine Webseite auf die eigene E-Mail-Adresse zugreifen kann oder man benutzt das eigene E-Mail-Programm. Vorteil der beiden letzten Möglichkeiten: Man weiß nachher, was man geschrieben hat!
  • Videos mit veralteten Codecs: Bei einem online gestellten Video zählen nur 2 Dinge: Qualität und Dateigröße. Wer einen alten Codec wählt, wählt damit auch ein schlechtes Verhältnis zwischen Qualität und Dateigröße. Mit modernen Codecs kodiert man seine Videos kompakt und mit guter Qualität. Besonders den Besucher freut es, der weniger laden muss.
  • PDFs: PDFs bieten den Vorteil, dass das gesamte Aussehen festgelegt ist. Das hat Vorteile, wenn man es ausdrucken möchte. Will man aber bloß Informationen vermitteln, gibt es bessere Wege wie eine HTML-Seite im Internet
  • Das neue Browserfenster: siehe “a href…” von Martin Röll
  • Auf das WWW bestehen: Es ist weder technisch noch als Erkennungszeichen für Internetadressen nötig, trotzdem ist es sehr verbreitet. Wahrscheinlich aus den Gründen, dass es manche immer noch irritiert, wenn es fehlt.

Das Christkind bei der Agentur für Arbeit

Am 13. Dezember 2006 verfasste Schnutinger vom Toonblog diesen Dialog zwischen Arbeitsvermittler und Christkind zum Nachspielen. Sehr lustig. Mittlerweile treibt Schnutinger ihren Unsinn aber unter toonblog.de


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