Hardlinks - Nützlichkeit mit Einschränkungen

Die meisten kennen Hardlinks nicht, weil Microsoft diese Fähigkei diese Fähigkeit von NTFS bisher gar nicht publik gemacht hat; aus welchen Gründen auch immer. Jedenfalls sind Hardlinks die “harte” Version von Softlinks. Softlinks heißen normalerweise “Verknüpfungen”, weil sich diese eben leicht wieder entfernen oder verschieben lassen. Wie der Name bei Hardlinks aussagt, sind diese viel starrer als die Verknüpfungen. Ein Hardlink bindet ein beliebigen Ordner/Datenträger an einer beliebigen anderen Stelle ein.

Beispiel: Man verwendet ab und zu einen Multikartenleser. Sobald dieser angeschlossen wird, wird der Arbeitsplatz mit Buchstaben überflutet. Mittels eines Hardlinks kann man diese beispielsweise im Ordner C:\Kartenleser\ statt im Arbeitsplatz unterbringen. Greift man nun auf C:\Kartenleser\CF-Slot\ zu sieht man das gleiche Bild wie unter dem direkten Pfad beispielsweise M:\.

Mit Hardlinks kann man sich nur Buchstaben im Arbeitsplatz sparen, sondern auch viele Klicks, indem man Datenträger dort einbindet, wo man sowieso oft draufzugreift. Gegenüber Windows bietet Linux schon lange ein solche Dynamik. Unter Linux gibt es nämlich keinen Arbeitsplatz, sondern ein Wurzelverzeichnis. Dort werden alle Geräte “eingehängt”. Der Einhängepunkt ist beliebig wählbar.

Der “Nachteil” der Hardlinks unter Windows ist der, dass die Software Hardlinks nicht als solche wahrnimmt. Für die Software befinden sich die Daten eines Hardlink-Ordner immer noch auf dem Datenträger, wo der Hardlink sich befindet. Eigentlich ist dies aber kein Nachteil, sondern gewollt. Problematisch wird es erst, wenn Dateioperationen wie Kopieren durchgeführt werden sollen. Kopiert man eine Datei von C:\ nach C:\Kartenleser\CF-Slot\Ordner1, so zeigt der Windows Explorer kein Kopiervorgang-Fenster. Bei größeren Dateien weiß man also nicht, wann diese fertig kopiert sind. Man kann es nur an der Festplattenaktivität hören, wenn es das Ziel eine Festplatte ist.

Ein anderes Problem ist, dass Programme, die den freien Speicherplatz eines Datenträgers anzeigen, sich oft an dem Buchstaben orientieren. Hat C: 10GB (10%) Speicherplatz frei, so wird die CF-Karte ebenfalls 10 GB freien Speicherplatz “besitzen” und zu 10% “frei” sein. Bei der Ermittlung der Verzeichnisgrößen können auch Probleme auftreten, indem das eingebundene Verzeichnis mitberechnet wird. Ich habe sowas nicht bemerken können, was auch daran liegen könnte, dass alle Hardlinks bei mir auf Datenträger und keine Ordner zeigen.

Hardlinks unter Windows benutzen

Laufwerkbuchstabe und -pfade ändern-Dialog
Unter Systemsteuerung -> Verwaltung -> Computerverwaltung sucht man Computerverwaltung (Lokal) -> Datenspeicher -> Datenträgerverwaltung. Dort sucht man sich den gewünschten Datenträger/Partition aus und geht per Rechtsklick ins Kontextmenü. Dort klickt man auf den Punkt “Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern” und danach auf “Hinzufügen”.Laufwerkbuchstabe und -pfade hinzufügen-Dialog

Hier sucht man sich das Verzeichnis aus, das auf den Datenträger verweisen soll. Danach sollte neben dem Laufwerksbuchstaben der Pfad zu dem angegebene Verzeichnis stehen. Ab hier kann man den Laufwerksbuchstaben löschen, aber aufpassen: Benötigt ein Programm diesen Buchstaben, weil man es über diesen auf diesem Datenträger installiert hat, sollte man es lieber lassen. Ist der Datenträger ein reiner Datenträger, muss man nur mit Meldung “Das Verzeichnis wurde nicht gefunden” rechnen, die aber nur einmal auftauchen und wenn mehrmals lässt sich das in den Einstellungen beheben.

Laufwerkbuchstabe und -pfade ändern-Dialog2


Tags: , , , , , ,

Der rote Notausschalter

Der nachfolgende Text entstand am 8. Februar 2007 in einem verwaisten Demo-Blog. Er basiert auf einer “wahren” Tatsache und ich wollte satirisch darüber berichten. Ein sehr schweres Pflaster und daher fielen die Kommentare auch nicht einheitlich aus. Ich hoffe ich kann viele mit dieser kleinen Geschichte erheitern, denn ich liebe solche lustigen Geschichtchen. ;-)
go on reading »


Tags: , , , , ,