Reanimation

Ich wollte schon lange, hier mal wieder etwas schreiben, aber dazu kam es nicht, weil ich privat ausgelastet war. Und die Schule geht vor. Klar, dass die einen großen Teil meiner Freizeit und Konzentration frisst. Nun will ich aber mal erzählen, was mich sonst noch abgehalten hat:

Da wäre die Schülerzeitung “Boomerang” vom Nikolaus von Kues-Gymnasium, wo ich mittlerweile Layouter bin und damit zuständig für die Aufgabe “Qualitätsmanagement”, denn anderen fällt es erheblich später auf, wenn die Themen nicht mehr ausgewogen sind. Ein Problem ist, dass die Blüte der Schülerzeitungen am NKG leider schon einige Jahre her ist. D.h. für den Kern der Redaktion viel Arbeit, denn wir können nicht auf Erfahrungen älterer Zeitungsmacher zurückgreifen. Aber ich bin da guter Hoffnung, zumal einige Artikel und Bildercollagen sehr gut gelungen sind.

Neben der Redaktionsarbeit beschäftige ich mich ja mit Webseitendesign. In den Weihnachtsferien habe ich hart an der neuen Webseite www.digitalfoto-piesport.de gearbeitet. Diese Seite basiert auf Wordpress, das eigentlich fürs Bloggen gedacht ist, ist aber mittlerweile so gut, dass man es auch für so etwas einsetzen konnte. Ich habe das Grundsystem mit einigen Erweiterungen aufgebessert: Die Gallerie, das Gästebuch, den Spamschutz, die Sitemap, ein 404-Logger, deutsche Umlaut-Korrektur, Trackback-Spam-Schutz, Follow und die Brotkrümelnavigation.

Über die Brotkrümelnavigation bin ich ganz stolz. Für diejenigen, die damit nicht viel anfangen können, sollten sich das Märchen “Hänsel und Gretel” ins Erinnerung rufen. Dort benutzen 2 Kinder Brotkrümel, um zurück nach Hause zu gelangen. Hier ist das genauso: Die Seite ist hierarchich aufgebaut. Je tiefer man geht, desto länger wird den Brotkrümelpfad. Jeder “Wegpunkt” ist ein Link, sodass schnell in einer Oberkategorie gewechselt werden kann. Vom gleichen Autor stammt der innovative Spamschutz: Man lässt den Kommentierenden eine einfach Mathe-Aufgabe rechnen: z.B. 2+6. Der Spam-Roboter versteht nicht, was verlangt wird und läuft ins Leere.

Die Sitemap erlaubt es Suchmaschinen, die dies unterstützen, schneller und besser die Seite zu indexieren. Damit wird die Seite besser gefunden. Der 404-Logger protolliert alle Seitenaufrufe, die fehlgeschlagen sind.  Derzeit ist die Funktion noch etwas nutzlos, weil dort viele Seiten auftauchen, die zur alten Homepage gehören, die es nun nicht mehr gibt. Die Umlaut-Korrektur korrigiert den Fehler bei Permalinks: Permalinks sind “sprechende” Adressen. Statt index.php?gallery=134 steht nun /Gallerien/Verbandsgemeinde/Piesport/Piesporter-Panoramen/. Follow entfernt den “nofollow”-Hinweis für Suchmaschinen, die dann dem Link nicht mehr folgen. Da aber Links die ungeschriebene Währung im Internet ist, gehört es zum Guten Ton, diesen nofollow-Hinweis nicht zu setzen. Es gibt sogar eine Bewegung, die dafür eintritt, diesen Unsinn komplett zu streichen. So sinnlos ist es zwar nicht, aber in viele Fällen hat das nur negative Folgen, die nicht unbedingt immer spürbar sein müssen.

Die Plugins korrekt einzubauen und die Design-Anpassung waren eine große Herrausforderung, weil ich das ganze noch nie ausprobiert hatte. Ich kannte die meisten Plugins vom Namen her schon sehr lange, habe aber nur wenige bisher ausprobiert. Die Design-Anpassungen waren deshalb schwieriger, weil meine Erfahrung mit PHP, dass die Seite so flexibel macht, noch nicht so groß sind, um große Veränderungen zu machen.

Seit 2 Jahren entwerfe ich schon Webseiten und diese ist die bisher erfolgreichste. Aus diesem Grund habe ich schon ein paar Ideen, wie die Seite noch besser werden kann: Eine Statistik mit Anzahl der Bilder (derzeit: 1600 Fotos) und anderem wird garantiert kommen. Aber auch für diejenigen, die etwas von meiner Arbeit verstehen, möchte ich etwas bieten: Eine Seite, mit Informationen über die verwendeten Plugins, hilft bestimmt vielen weiter, wenn sie nach ähnlichen Lösungen suchen, denn als Perfektionist, der ich in sowas bin, bin ich mir sicher, über viele (potentiziel) nützliche Erweiterung zu stoßen.

Soweit bis hier hin. Mal schaun, was ich so alles umgesetzt bekommen. ;)


Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Last-IP Blog erneuert - Was bisher geschah…

Wenige oder vielleicht auch gar keiner kann sich an den ersten last-IP Blog auf funpic.de erinnern. Aber das ist ja auch nicht weiter schlimm, denn die Wordpress-Installation hat von Anfang am gekrankt:

Bei der Installation wollte Wordpress partout nicht anspringen, obwohl alle Daten, die zum Laufen benötig wurde, korrekt waren. Des Rätsels Lösung war dann, dass die Konfigurationsdaten einfach nicht geschrieben wurden. Da es keine Fehlermeldung gab, habe ich prompt das Forum durchsucht. Eine halbe Katastrophe war das: Die Suche war nicht die beste und das Forum war in das “normale” Design von Funpic eingebaut. D.h. bei jedem Seitenaufruf wurden viele überflüssige Sachen mitgeladen; wer sich die Startseite anschaut, holt sich am besten eine Stopuhr und schaut wie der Browser die Puzzleteile anordnet. Laut Firebug hat das Laden sagenhafte 47,46 Sekunden gedauert und das bei 135 KB und einer DSL1000-Leitung mit 100 KB/s Geschwindigkeit!?

Im Forum konnte man mir auch nicht weiterhelfen; es wurde einfach gesagt “klappt net”. Noch nicht einmal Pseudo-Experten waren vertreten. So gab es also kaum Anhaltspunkte für eine Lösung. Erst 1-2 Wochen später bemerkte ich, dass die Konfigurations-Daten nur aus Platzhaltern bestehen…

Nachdem Wordpress endlich lief, wollte ich mal die Permalinks - die “sprechenden Adressen” - ausprobieren; prompt lief gar nichts mehr. Aber gegenüber früheren Versuchen war es halb so schlimm, da ich jetzt wusste, wie ich das ganze wieder rückgängig mache:  Die Datei mit dem “sprechenden” Namen .htaccess löschen. 8-)

Ab diesem Punkt gab es eigentlich keine Probleme mehr; Bloggen aus der Ferne via ScribeFire klappte prima. Nur als es daran gin einen längeren Text zu schreiben, ging es den Bach runter und das nicht zu knapp: Den Auftakt machte die Zwischenspeichern-Funktion, indem sie nur den ersten Absatz und den nächsten Satz speicherte; egal wie viel noch kam. Das erste Neuschreiben erträgt man noch leicht; beim zweiten Mal ist man schon leicht genervt. Ein drittes Neuschreiben gab es zum Glück nicht, denn das Pech ging schon in die nächste Runde: Ein falschgesetzter Link lies sich nicht gegen den richtigen austauschen und ironischer Weise war das auch noch der wichtigste Link von allen. Der Ort des Geschehens war hier.

Da es mittlerweile fast Mitternacht war, vertagte ich die Korrektur auf den nächsten Tag. Ab dann ging es wieder los: Normale Besucher durften nicht kommentieren. Der Administrator persönlich war auch nicht besser dran. Aber wenn schon keine neuen Kommentare, dann erlaubt Wordpress doch sicher eine Bearbeitung des Standard-Kommentars, der noch nicht gelöscht war. Also brav im Blog anmelden, sich zum Kommentar hangeln und auf “Bearbeiten” klicken und seiner Stimmung Ausdruck verleihen. Der einzige Erfolg war, dass ich mich wieder eines weißes Bildschirms erfreuen durfte (und das war nicht das erste Mal an dem Tag)!  Was blieb noch an Funktionen, die funktionierten? Beiträge schreiben hatte ich noch nicht getestet! Also, klicken, versuchen und scheitern, zum x-ten Male. Doch ein letzter Hoffnungsschimmer blieb: Bloggen aus der Ferne! … Wie ihr euch denken könnte, klappte das auch nicht.

Die Frage wie lange ich noch mit diesem “Schmallspur-Blog” auskommen konnte, war also geklärt. Wie es weiterging, schreib ich später.

PS: Ich suche noch nach einem besseren Namen für solche “Pech”-Geschichte. “Erfahrungsberichte” ist mir nicht eng genu…


Tags: , , , ,