Video: Wake up Cat

Weil meine ganze Familie seit 2 Jahren Katzen-verrückt ist, entspricht das Video bei uns nicht ganz der Wahrheit. Die ist nämlich so: Unsere Katze möchte nachts in mein Zimmer und tatscht dabei gegen die Tür. Daraufhin öffne ich die Tür im Halbschlaf, warte 1 Sekunden und schließe sie dann ohne darauf zu achten, wo die Katze ist. Hier versuche ich nun unsere Katze zu packen, um sie zu streicheln. Gelingt dies nicht, lege ich mich wieder hin und schlafe einfach weiter. Eine Viertelstunde später miaut unsere Katze wieder und dann passiert das gleiche wie vorher: Tür auf, Katze raus, Tür zu. :D

via Patrick Kempf


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Scribd und Doktus

Scribd und Doktus ermöglichen es dem Besucher ohne Registrierung eigene Dokumente hochzuladen und die von anderen zu durchsuchen. Die Unterschiede: Scribd startete 2006 als Silicon Valley Start-up und verzeichnete nach 3 Wochen täglich 130.000 Nutzer. Der Erfolg war deshalb so groß, weil es bisher keine ähnliche Plattform gab, wo man Dokumente hochladen, kommentieren und bewerten konnte.

Doktus.de-ScreenshotDoktus stellt das deutsche Gegenstück dazu dar und beinhaltet bereits 38330 Dokumente. In einer Pressemitteilung steht auch schon, wie die Zielgruppen heißen: “Da Schüler und Studenten häufig auf Unterlagen angewiesen sind, bilden sie eine der Hauptzielgruppen der Plattform. Der Austausch von Skripten, Probeklausuren, Hausaufgaben und Referaten ist so kinderleicht und kostenfrei über eine einzige Seite möglich”. Im Text werden weitere diskussionswürdige “Nutzmöglichkeiten” angesprochen: Doktus soll die Lösung für diejenigen sein, die noch keinen Verleger für ihre Texte haben. Wer ein Buch veröffentlichen will und weiß, dass es sich nicht lohnt es in größeren Stückzahlen zu produzieren, wird sich wohl an Lulu und BOD wenden: Beide drucken die Werke nur auf Bestellung eines Kunden, sodass keine Kosten enstehen, wenn keiner die Werke kauft. Außerdem soll Doktus die Antwort auf die Frage “Wie verfasst man ein Mahnschreiben?” sein. Wenn man danach sucht, benutzt man Suchmaschinen.

Scribd.com-ScreenshotWELT Online berichtete schon über beide Projekte und tat dies mit unterschiedlichen Fazits: Der Artikel über Scribd wird mit “Der neue Horror für Verlage” überschrieben, denn als englische und damit internationale Plattform muss sie schon jetzt mit Copyright-Verletzungen kämpfen. Daher beobachten deutsche Verlage und Verleger die Plattform “angeblich” genau. Doch es tut sich bis jetzt nichts, denn die bekannten Roman von Philipp Pullman “Der goldene Kompass”, “Das magische Messer” und “Das Bernsteinteleskop” befinden sich seit 5 Monaten auf der Plattform. Dabei tauchen die Bücher schon in den Google-Suchergebnissen auf. Der einzige Grund, warum bisher alles ruhig blieb ist folgender: Es gibt derzeit mehr Erwähnungen in Rezensionen zu den Büchern als Links zu Scribd. Besonders die anstehende Verfilmung für Ende dieses Jahres nimmt Scribd derzeit die Schau.

Dagegen wird “Der YouTube-Klon für Textdateien” (Doktus) ganz anders beschrieben: Es sei eine Plattform für Dichter und versteht sich angeblich “als Plattform für Textdateien”. Während Scribd kritisch betrachtet wird, bleibt die Kritik bei Doktus auf der Strecke, denn als deutsche Plattform kennt sie Copyright-Verletzungen noch nicht/kaum. Anscheinend achten Deutsche wegen ihrer Gesetze eher das Copyright als andere oder es ist schlicht die große Anzahl an Kulturen und Einstellungen der englischsprachigen Nutzergemeinde. Ich persönlich tendiere eher zu Letzterem, denn Englisch ist eine internationale Sprache und somit allen offen. Kennt jemand keine Copyright-Gesetze oder ignoriert sie, so wird sich das auch nicht ändern, weil er Englisch lernt. Die Deutschen dagegen sind Europa-Patentmeister und global nehmen sie bei den meisten Patenten den 3. Platz ein.

Extrem naiv finde ich die Beschränkung auf “Textdateien”. Textdateien haben die Endung .txt und sind als Dokumentenformat wenig beliebt wegen der Einschränkung, dass keine Formatierungen erlaubt sind. Dichter können noch darauf verzichten, aber alle anderen nicht. Daher würde der Austausch des Wortes mit “Dokumenten” viel von der Vorstellung einer unsinkbaren Titanik nehmen, denn Doktus ist Copyright-Verletzungen genau so ausgesetzt wie Scribd.

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